Aktuelle Meldungen

Vorschau: Ausstellung „Auftakt des Terrors. Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus“

Mit der „Reichstagsbrandverordnung“ vom 28. Februar 1933 schuf das NS-Regime die Legitimationsgrundlage für Willkür und Gewalt. In allen Teilen des Deutschen Reiches richteten die Nationalsozialisten…

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Wir stellen vor: Neue Kollegin für das Projekt "NS-Kriegswirtschaft im Hamburger Hafen"

Etwa eine halbe Million Menschen aus ganz Europa wurden während des Zweiten Weltkriegs in die Zwangsarbeit nach Hamburg verschleppt. Die überwiegend jungen Männer, Frauen und Jugendlichen mussten für…

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Wir trauern um Erika Estis, geb. Freundlich

Die Nachricht von Erika Estis‘ Tod bewegt uns sehr, da wir sie gut kennenlernen durften. Sie war überaus interessiert an der Erinnerungsarbeit in ihrer Geburtsstadt Hamburg und hat in öffentlichen…

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Portrait von Jaromir Balzar. Er trägt eine Brille und einen Kapuzenpullover.

Neues (Ausstellungs-)Projekt: „Ausgeraubt vor der Deportation“

Ziel des auf zwei Jahre angelegten Projektes ist die Realisierung einer Ausstellung, die im Januar 2025 zunächst im Rathaus und im Anschluss in der Finanzbehörde gezeigt werden wird. Das Vorhaben wird…

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Virtuelle Ausstellung "Luise. Archäologie eines Unrechts"

"Luise. Archäologie eines Unrechts" ist ein künstlerisch-dokumentarisches Projekt des Fotografen Stefan Weger, mit dem er seiner Familiengeschichte im Nationalsozialismus nachgeht. Stefan Weger…

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Termine

  • Mittwoch, 1. Februar 2023 14:00–16:00

Kleiner Michel, Michaelisstraße 5, 20459 Hamburg

„Eine warme Mahlzeit täglich“

Ein Gespräch mit Gabriele Hannemann von Yad Ruth e. V. über Hilfen für die letzten Holocaustüberlebenden in Lettland.

Seit 1994 leistet der Verein Yad Ruth praktische und finanzielle Unterstützung für ehemalige NS-Verfolgte und hilfsbedürftige Jüdinnen und Juden im In- und Ausland. Neben Projekten in Israel, der Republik Moldau oder in Äthiopien versorgt Yad Ruth auch Holocaustüberlebende in Lettland, Estland und Litauen. Anlässlich des Chanukka-Festes gehen jeden November postalisch durchschnittlich 100 von Schüler:innen gepackte Pakete an Überlebende in Lettland, Estland und Litauen. Für seine Arbeit erhielt der Verein bereits mehrfach Preise und Auszeichnungen, so etwa den Bertini-Preis sowie das Bundesverdienstkreuz am Bande.
Im Gespräch mit Petra Schondey und Manfred Schönbohm vom Begegnungscafé ehemals NS-Verfolgter berichten Gabriele Hannemann und Michael Hannemann, die Yad Ruth e.V. gegründet haben, von ihrer Arbeit im Baltikum und den Hilfen für die letzten dort lebenden Holocaustüberlebenden.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Begegnungscafé ehemals NS-Verfolgter, Yad Ruth e.V. und Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten e. V.

Keine Anmeldung erforderlich.

Blogbeitrag zur aktuellen Ausstellung 

  • Donnerstag, 2. Februar 2023 19:00–21:00

Rathaus Hamburg, Bürgersaal, Rathausmarkt 1, 20095 Hamburg

Deportationen im Stadtraum sichtbar machen

Die nationalsozialistischen Deportationen sind mit konkreten Orten im Hamburger Stadtraum verbunden. Einige dieser Orte sind heute mit Erinnerungszeichen markiert. Seit 2017 erinnert der Gedenkort „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ in der HafenCity an über 8.000 Menschen, die in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt wurden. In unmittelbarer Nachbarschaft entsteht ein Dokumentationszentrum, das die historischen Zusammenhänge der Verbrechen an Jüdinnen und Juden, Sintizze und Sinti, Romnja und Roma aufzeigen soll. Wie lässt sich die Tatsache, dass die Deportationen „vor der eigenen Haustür“ begannen, nachhaltig im öffentlichen Bewusstsein verankern? Welche Ansätze und Vermittlungsformate braucht es für eine lebendige Erinnerung? Darüber diskutieren Yohana Hirschfeld (Graphic Novel-Autorin), Sandra Wachtel (SHGL), Dr. Oliver von Wrochem (SHGL) und Yeliz Yilmaz (RWTH Aachen). Moderation: Dr. Carmen Bisotti (IGdJ). Anmeldung über den Veranstaltungskalender:

  • Montag, 6. Februar 2023 18:00–19:30

Hamburger Rathaus, Diele, Rathausmarkt 1, 20095 Hamburg

Führung durch die Ausstellung „Der Tod ist ständig unter uns“

Öffentliche Führung durch die Ausstellung „‘Der Tod ist ständig unter uns.‘ Die Deportationen nach Riga und der Holocaust im deutsch besetzten Lettland“ mit der Kuratorin Natascha Höhn. Eine Anmeldung über unser Online-Formular ist erforderlich.

Blogbeitrag zur aktuellen Ausstellung 

  • Dienstag, 7. Februar 2023 19:00–21:00

dock europe e. V., Internationales Bildungszentrum, Bodenstedtstraße 16, Hinterhof Eingang West, 22765 Hamburg

„Mein Opa war der Totengräber von Rumbula.“

Gespräch mit Lorenz Hemicker, Enkel des SS-Offiziers Ernst Hemicker. Der Ingenieur und SS-Offizier Ernst Hemicker war an der Ermordung von über 26.500 Jüdinnen und Juden im Wald von Rumbula beteiligt. Als Bauingenieur stellte er seine Kenntnisse und Fähigkeiten in den Dienst der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. Er berechnete, wie groß die von sowjetischen Kriegsgefangenen ausgehobenen Massengräber sein mussten, um die Tausenden Toten aufnehmen zu können. Obwohl schon 1931 in die NSDAP und 1933 in die SS eingetreten, hielt sich in der Familie lange Zeit das Gerücht, Ernst Hemicker sei Mitläufer gewesen.
Lorenz Hemicker hat seinen Großvater nie kennengelernt. Erst nach dem Tod seines Vaters begann er, der Geschichte seines Großvaters nachzugehen und aufzudecken, was er im Nationalsozialismus getan hatte. Im Gespräch berichtet Lorenz Hemicker von seinen Recherchen und geht der Frage nach, wie mit dem familiären Erbe umzugehen ist.

Keine Anmeldung erforderlich.

Blogbeitrag zur aktuellen Ausstellung 

  • Donnerstag, 9. Februar 2023 19:00–21:00

Online-Veranstaltung

Unvergessen – Kinder und Jugendliche in der NS-Zeit

Digitaler Vortrag mit Gespräch und Diskussion mit Peter Badekow, moderiert von Dr. Christiane Heß (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen). Peter Badekow ist der Sohn von Albert „Ali“ Badekow, der Teil der Telemanngruppe war, eine Widerstandsgruppe Jugendlicher aus der Schule Telemannstraße. Er engagiert sich bei der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Hamburg (VVN-BdA Hamburg) und forscht zur Geschichte seines Vaters wie der Jugendbewegungen im Nationalsozialismus.

Kooperation: Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte, ella Kulturhaus und Stadtteilbüro Dulsberg. Veranstaltung im Rahmen der Woche des Gedenkens der Bezirksversammlung Hamburg Nord.

Die Veranstaltung wird als Zoom-Veranstaltung stattfinden. Eine Anmeldung über unser Online-Formular ist erforderlich. Angemeldete Personen erhalten den Link kurz vor der Veranstaltung.