Aktuelle Meldungen

Wichtiger Hinweis zum Besuch der Gedenkstätten in Hamburg in Zeiten von Corona

Alle Ausstellungen der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte sind geschlossen. Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und der Rosengarten der Gedenkstätte Bullenhuser Damm sind weiterhin…

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Laszlo Berkowits (1928-2020)

Laszlo Berkowits wurde 1928 in Derecske, Ungarn, als Kind einer jüdisch-orthodoxe Familie geboren. Er hatte drei Schwestern und einen Bruder. Im Juli 1944 wurde die Familie verhaftet und in das KZ…

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Wir trauern um Roman Kamieniecki

Roman Kamieniecki wurde am 7. August 1925 in Warschau geboren. Als junger Mann leistete er Widerstand gegen die deutschen Besatzer, indem er als Teil der Untergrundarmee Armia Krajowa Sabotageakte…

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Foto der Außenwand des Infopavillons Hannoverscher Bahnhof

Aufsichtskraft gesucht für den Infopavillon am denk.mal Hannoverscher Bahnhof

Von 1940 bis 1945 nutzten die Gestapo, die Kriminalpolizei, die Ordnungspolizei und die Reichsbahn den Hannoverschen Bahnhof um Jüdinnen und Juden, Sintize und Sinti sowie Romnja und Roma aus Hamburg…

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Snow in Summer: The Future of Remembrance

„Ich bin nicht allzu weit vom Schloss entfernt aufgewachsen. Meine Großeltern erzählten mir Geschichten über Schnee im Sommer, die eigentlich die Asche der verbrannten Leichen waren.“ (Susanne,…

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Termine

  • Samstag, 6. März 2021 12:00–13:30

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Die Ernennung Alfred Richters zum komm. Leiter der Hamburger Polizei (fällt aus)

Neben der Bau- und Nutzungsgeschichte des Stadthauses im Nationalsozialismus thematisiert der Rundgang die Einsetzung des NSDAP-Bürgerschaftsabgeordneten Alfred Richter zum kommissarischen Leiter der Hamburger Polizei am Tag der Reichstagswahlen am 5. März 1933. Thematisiert werden hierbei die Folgen für die Polizeibeamten, deren Verhalten von offener Unterstützung für der NSDAP bis hin zu oppositionellen Verhalten reichte. Bitte beachten Sie: Diese Veranstaltung fällt leider aus.

  • Sonntag, 7. März 2021 14:00–16:00

Die Kinder vom Bullenhuser Damm (fällt aus)

Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte mit Dieter Schlichting. Bitte beachten Sie: Diese Veranstaltung fällt leider aus.

  • Dienstag, 9. März 2021–25. April 2021

Snow in Summer: The Future of Remembrance.

Gedenkstätten und vor allem die jungen Mitarbeiter*innen, die beruflich mit ihnen verbunden sind, stehen im Mittelpunkt der Fotoausstellung. Für "Snow in Summer" hat das niederländische Fotografenduo Chris en Marjan diese porträtiert. Was bedeutet Erinnerung für sie, warum ist sie wichtig und wie wirkt sich die Arbeit an einem so emotionalen Ort auf sie aus? Neben diesem menschlichen Aspekt haben sie auch die Gedenkstätten selbst fotografiert. Die Fotoausstellung mit englischen Texten wird, sobald die Ausstellungen wieder für den Publikumsverkehr geöffnet sind, im Foyer der Hauptausstellung in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme gezeigt. Das Fotoprojekt ist auch online abrufbar unter: https://www.snowinsummer.nl/

Flyer

  • Dienstag, 9. März 2021 18:00–19:30

„Vorbeugende Verbrechensbekämpfung“ und die Hamburger Kriminalpolizei als Akteurin von NS-Verbrechen

Während die Gestapo als ausführendes Organ von NS-Verbrechen weithin bekannt ist, rückte die nationalsozialistische Kriminalpolizei erst in den 1990er-Jahren zunehmend in den Fokus von Forschung und Öffentlichkeit. Insbesondere ihre Beteiligung an der sozialrassistisch begründeten Verfolgung von Bevölkerungsgruppen wie Sinti und Roma, Homosexuellen oder Kleinkriminellen und Obdachlosen galt lange nicht als NS-spezifisches Verbrechen, sondern vielmehr als Fortführung regulärer Kriminalpolitik mit etwas „anderen Mitteln“. In dem Vortrag wird die Rolle der Hamburger Kriminalpolizei unter diesem Gesichtspunkt beleuchtet und dabei insbesondere die sogenannte „vorbeugende Verbrechensbekämpfung“ illustriert.

Die Referentin Dagmar Lieske promovierte zum Thema „Berufsverbrecher“ als Häftlinge im KZ Sachsenhausen und ist Mitbegründerin einer Initiative zur Anerkennung dieser ignorierten Opfergruppe. Seit September 2020 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in dem Forschungsprojekt „Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ tätig.

Hinweise zur Teilnahme:

  • Die Veranstaltung findet im digitalen Raum statt. Die Zugangsdaten für die Veranstaltung verschicken wir am Tag vor der Veranstaltung an alle, die online teilnehmen möchten, per E-Mail. Wir bitten deshalb um Anmeldung zur Veranstaltung bis Montag, 8. März, 9 Uhr.
  • Für die Teilnahme an der online Veranstaltung wird ein Computer, Tablet oder Smartphone mit Internetanschluss und Lautsprecher benötigt. Fragen können über die Chat-Funktion eingebracht werden und sind herzlich willkommen.
  • Bitte keine Screenshots und/oder Mitschnitte von der Veranstaltung anfertigen.
  • Für die Verwendung der Software Zoom übernehmen die Veranstalter*innen keine Haftung. Die geltenden Datenschutzrichtlinien von Zoom können hier eingesehen werden: Zoom | Datenschutz und Sicherheit.
  • Die Veranstalter*innen behalten sich vor, Personen mit rassistischen oder anderweitig menschenverachtenden oder diskriminierenden Äußerungen von der Veranstaltung auszuschließen.

Um Anmeldung wird gebeten unter:
katharina.moeller@gedenkstaetten.hamburg.de

  • Dienstag, 23. März 2021 18:00–20:00

Forum Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Str. 756, 22337 Hamburg (Nähe Bahnhof Ohlsdorf)

Gertigstraße 56 – Drei Brüder im Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Die drei Hamburger Brüder Rudolf, Ernst und Werner Stender wuchsen in einer Arbeiterfamilie in Winterhude auf. Schon als Jugendliche waren sie in der Arbeiterjugend organisiert und ab 1933 am Aufbau antifaschistischer Widerstandsgruppen beteiligt. Werner, der Jüngste, überlebte als Einziger die Nazizeit. Seine in London lebende Tochter Ruth legt, basierend auf den Berichten ihres Vaters, der Auswertung vieler Briefe und Dokumente und der Recherche in internationalen Archiven, die Lebensgeschichte der drei Brüder bis ins Jahr 1939 in einer Form vor, als würden die Handelnden selbst sprechen.

Die Übersetzerin Jutta Nickel führt mit Ruth Stenders Worten in das Buch ein. Die Schauspielerin Inés Fabig liest ausgewählte Passagen. Musikalische Begleitung: Simon Raben. Moderation: Katharina Möller (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte)