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12.01.2026

Neue Ausstellung im Rathaus: Kultur unter Kontrolle

Die Hamburgische Staatsoper an der Dammtorstraße mit Hakenkreuzbeflaggung zwischen den Säulen des Haupteingangs, ca. 1937. Das mit Hakenkreuzfahnen beflaggte Vorderhaus wurde 1943 bei einem Luftangriff zerstört und 1955 durch einen Neubau ersetzt.
Die Hamburgische Staatsoper an der Dammtorstraße, ca. 1937. Das mit Hakenkreuzfahnen beflaggte Vorderhaus wurde 1943 bei einem Luftangriff zerstört und 1955 durch einen Neubau ersetzt.

Vom 5. Februar bis 10. März 2026 zeigen wir im Hamburger Rathaus die neue Ausstellung „Kultur unter Kontrolle. Hamburger Kultureinrichtungen und die Kulturverwaltung im Nationalsozialismus“

Hamburg erfreute sich bis 1933 eines bunten Kulturlebens. Moderne Kunst lockte in die Museen. In Konzerthäusern und Tanzlokalen spielten Big Bands auf. Theater und die zahlreich entstandenen Kinos präsentierten ein vielfältiges Programm.

Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten fiel das kulturelle Leben jedoch unter die Kontrolle der neu gegründeten Kulturbehörde. Welche Funktionen hatte Kultur im nationalsozialistischen Hamburg?

Die neue Wanderausstellung der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen präsentiert die Ergebnisse eines zweijährigen Forschungsprojekts zu den Kultureinrichtungen und der Kulturverwaltung in Hamburg im Nationalsozialismus, das die Hamburger Behörde für Kultur und Medien angestoßen und finanziert hat.

Gisela Ewe hat das Hamburger Kulturleben im Nationalsozialismus für die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte erforscht. Die in der Ausstellung präsentierten Museen und Theater, die Laeiszhalle und die Staatsoper waren damals wie heute prägend für das Hamburger Kulturleben. Die Hamburger Behörde für Kultur und Medien geht ursprünglich auf eine Gründung aus der NS-Zeit zurück.

Zehn prominente Hamburger Kulturreinrichtungen haben für die Ausstellung ihre Archive geöffnet und zusammen mit weiteren Forscher*innen einen Blick zurück in die eigene NS-Geschichte geworfen. Die Hamburgische Staatsoper, das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg und die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg haben die Ausstellungsentwicklung zudem als Kooperationspartner*innen unterstützt.

Die Ausstellungeröffnung am 5. Februar 2026 durch die Hamburgische Bürgerschaft und die Behörde für Kultur und Medien versteht sich auch als ein gemeinsamer Beitrag zum vorhergehenden Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus. Information zur Eröffnung und Anmeldung 

Die Ausstellung ist vom 5. Februar (Eröffnung) bis zum 10. März 2026 in der Diele des Hamburger Rathauses zu sehen.

Wichtige Information: Die Ausstellung ist vom 4. März (abends) bis voraussichtlich 7. März (abends) nicht zugänglich.

Öffnungszeiten der Ausstellung:

Montag bis Freitag 7 bis 19 Uhr,
Samstag 10 bis 18 Uhr,
Sonntag 10 bis 17 Uhr                                                   

Besucherservice und Katalogverkauf:

Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr,
Samstag 10 bis 14 Uhr
Sonntag 11 bis 14 Uhr

Zweistündige Gruppenbegleitungen durch die Ausstellung können beim Museumsdienst gebucht werden: Telefon: 040 | 4 28 13 10, E-Mail: info@museumsdienst-hamburg.de. Oder online: Rundgang durch die Ausstellung "Die Hamburger Kulturlandschaft im Nationalsozialismus" (2 Stunden) - Museumsdienst Hamburg

Flyer

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Begleitprogramm aus Vorträgen, Rundgängen, Diskussionsveranstaltungen und Filmvorführungen ergänzt. Wir laden ein:

5. Februar, 19 Uhr: Ausstellungseröffnung

9. Februar, 18 Uhr: Rundgang über das Kampnagel-Gelände

10. Februar, 18 Uhr: Rundgang über das Kampnagel-Gelände

10. Februar, 19 Uhr: Kuratorinnenvortrag: Kultur unter Kontrolle

12. Februar, 19 Uhr: Podiumsgespräch: Zwischen Museum und Universität: "Rassenkundliche Praxis" in Hamburg in der Zeit des Nationalsozialismus

15. Februar, 11 Uhr: Spielfilm „Die Frau in Gold“

16. Februar, 17 Uhr: Öffentliche Führung durch die Ausstellung

17. Februar, 18 Uhr: Rundgang über das Kampnagel-Gelände

18. Februar, 18 Uhr: Vortrag: Das Altonaer Museum im Nationalsozialismus

21. Februar, 14 Uhr: Stadtrundgang: Kultur unter Kontrolle

24. Februar, 19 Uhr: Podiumsgespräch: Kunst unter Kontrolle? Die bildenden Künste im nationalsozialistischen Hamburg

25. Februar, 18 Uhr: Vortrag: ‚Machtergreifung‘ an der Oper. Das Beispiel der Hamburgischen Staatsoper

28. Februar, 14 Uhr: Verfolgte Künstlerinnen im Nationalsozialismus

2. März, 18 Uhr: Vortrag: Das Jüdische Kammerorchester Hamburg 1934/35

3. März, 18 Uhr: Rundgang über das Kampnagel-Gelände

4. März, 17 Uhr: Öffentlicher Rundgang durch die Ausstellung (fällt aus)