Neue Ausstellung im Rathaus: Kultur unter Kontrolle
Hamburg erfreute sich bis 1933 eines bunten Kulturlebens. Moderne Kunst lockte in die Museen. In Konzerthäusern und Tanzlokalen spielten Big Bands auf. Theater und die zahlreich entstandenen Kinos präsentierten ein vielfältiges Programm.
Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten fiel das kulturelle Leben jedoch unter die Kontrolle der neu gegründeten Kulturbehörde. Welche Funktionen hatte Kultur im nationalsozialistischen Hamburg?
Die neue Wanderausstellung der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen präsentiert die Ergebnisse eines zweijährigen Forschungsprojekts zu den Kultureinrichtungen und der Kulturverwaltung in Hamburg im Nationalsozialismus, das die Hamburger Behörde für Kultur und Medien angestoßen und finanziert hat.
Gisela Ewe hat das Hamburger Kulturleben im Nationalsozialismus für die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte erforscht. Die in der Ausstellung präsentierten Museen und Theater, die Laeiszhalle und die Staatsoper waren damals wie heute prägend für das Hamburger Kulturleben. Die Hamburger Behörde für Kultur und Medien geht ursprünglich auf eine Gründung aus der NS-Zeit zurück.
Zehn prominente Hamburger Kulturreinrichtungen haben für die Ausstellung ihre Archive geöffnet und zusammen mit weiteren Forscher*innen einen Blick zurück in die eigene NS-Geschichte geworfen. Die Hamburgische Staatsoper, das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg und die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg haben die Ausstellungsentwicklung zudem als Kooperationspartner*innen unterstützt.
Die Ausstellungeröffnung am 5. Februar 2026 durch die Hamburgische Bürgerschaft und die Behörde für Kultur und Medien versteht sich auch als ein gemeinsamer Beitrag zum vorhergehenden Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus. Information zur Eröffnung und Anmeldung
Die Ausstellung ist vom 5. Februar (Eröffnung) bis zum 10. März 2026 in der Diele des Hamburger Rathauses zu sehen.
Wichtige Information: Die Ausstellung ist vom 4. März (abends) bis voraussichtlich 7. März (abends) nicht zugänglich.
Öffnungszeiten der Ausstellung:
Montag bis Freitag 7 bis 19 Uhr,
Samstag 10 bis 18 Uhr,
Sonntag 10 bis 17 Uhr
Besucherservice und Katalogverkauf:
Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr,
Samstag 10 bis 14 Uhr
Sonntag 11 bis 14 Uhr
Zweistündige Gruppenbegleitungen durch die Ausstellung können beim Museumsdienst gebucht werden: Telefon: 040 | 4 28 13 10, E-Mail: info@museumsdienst-hamburg.de. Oder online: Rundgang durch die Ausstellung "Die Hamburger Kulturlandschaft im Nationalsozialismus" (2 Stunden) - Museumsdienst Hamburg
Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Begleitprogramm aus Vorträgen, Rundgängen, Diskussionsveranstaltungen und Filmvorführungen ergänzt. Wir laden ein:
5. Februar, 19 Uhr: Ausstellungseröffnung
9. Februar, 18 Uhr: Rundgang über das Kampnagel-Gelände
10. Februar, 18 Uhr: Rundgang über das Kampnagel-Gelände
10. Februar, 19 Uhr: Kuratorinnenvortrag: Kultur unter Kontrolle
12. Februar, 19 Uhr: Podiumsgespräch: Zwischen Museum und Universität: "Rassenkundliche Praxis" in Hamburg in der Zeit des Nationalsozialismus
15. Februar, 11 Uhr: Spielfilm „Die Frau in Gold“
16. Februar, 17 Uhr: Öffentliche Führung durch die Ausstellung
17. Februar, 18 Uhr: Rundgang über das Kampnagel-Gelände
18. Februar, 18 Uhr: Vortrag: Das Altonaer Museum im Nationalsozialismus
21. Februar, 14 Uhr: Stadtrundgang: Kultur unter Kontrolle
24. Februar, 19 Uhr: Podiumsgespräch: Kunst unter Kontrolle? Die bildenden Künste im nationalsozialistischen Hamburg
25. Februar, 18 Uhr: Vortrag: ‚Machtergreifung‘ an der Oper. Das Beispiel der Hamburgischen Staatsoper
28. Februar, 14 Uhr: Verfolgte Künstlerinnen im Nationalsozialismus
2. März, 18 Uhr: Vortrag: Das Jüdische Kammerorchester Hamburg 1934/35
3. März, 18 Uhr: Rundgang über das Kampnagel-Gelände
4. März, 17 Uhr: Öffentlicher Rundgang durch die Ausstellung (fällt aus)