- Donnerstag, 12. Februar 2026
- 19:00–21:00
- Podiumsgespräch
MARKK Museum am Rothenbaum – Künste und Kulturen der Welt, Rothenbaumchaussee 64, 20148 Hamburg
Zwischen Museum und Universität: „Rassenkundliche“ Praxis in Hamburg in der Zeit des Nationalsozialismus
Im Mai 1928 eröffnete das Hamburger Museum für Völkerkunde die sogenannte „Rassenkundliche Schausammlung”, die zur Anthropologischen Abteilung des Museums gehörte. Der Kurator Walter Scheidt stellte hier seine Theorien zu Vererbungsprozessen und „Rassenunterschieden” dar. Mit Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 gewann die „Rassenkunde“ an gesellschaftlicher Bedeutung und Scheidt übernahm eine Professur am neu eingerichteten „rassenkundlichen“ Institut der Universität Hamburg. Schausammlung und Anthropologische Abteilung verbleiben vorerst im Museum. Das Werkstattgespräch beleuchtet im Hamburger Kontext Geschichte und Wirkung der praktizierten Anthropologie in Museum und Universität vor, während und nach der Zeit des Nationalsozialismus.
Ein Gespräch mit Dr. Philipp Kröger, Wissenschaftlicher Mitarbeiter "Geschichte der Gegenwart" der Universität Siegen, Mats Lassen, Doktorand an der Fernuniversität Hagen und Jana C. Reimer (MARKK)