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  • Samstag, 31. Oktober 2026
  • 14:00–17:00
  • Rundgang

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Täterschaften und Strafverfolgung im KZ Neuengamme

Die Verantwortung für die Konzentrationslager waren auf unterschiedliche Schultern verteilt: Wachmannschaften, staatliche Institutionen, private Firmen und die Bevölkerung in der Nachbarschaft. Für den Großteil der nationalsozialistische Täter*innen blieb die Strafverfolgung nach 1945 weitestgehend aus. Einige wenige jedoch waren in Prozessen angeklagt. In Hamburg führte die britische Militärregierung 1946-1948 mehrere Prozesse im Curiohaus, größtenteils gegen Lagerpersonal des KZ Neuengamme und seiner Außenlager. Wer waren die Männer, die auf der Anklagebank saßen und was waren Grundlagen für die Anklagen? Wer organisierte die Prozesse?

In der Ausstellung „Dienststelle KZ Neuengamme: Die Lager-SS“ auf dem Gelände des ehemaligen KZ Neuengamme bieten Prozessunterlagen, Dokumente und Biografien umfangreiche Möglichkeiten, sich mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen, sowie mit dem Handeln und ihren Spielräumen der im KZ Neuengamme eingesetzten Täter*innen auseinanderzusetzen. Daneben werden auch Biografien von Zeug*innen beleuchtet.

Der Themenrundgang ist kostenfrei und findet statt anlässlich der Veranstaltungsreihe 80 Jahre Curiohaus-Prozesse der GEW sowie im Rahmen von #seeforfree. Um eine Anmeldung über unseren Veranstaltungskalender wird gebeten, sie ist aber nicht erforderlich.

Referentin: Maren Degener (KZ-Gedenkstätte Neuengamme)

Treffpunkt: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang