- Mittwoch, 11. November 2026
- 19:30–21:00
- Podiumsgespräch
KörberHaus, Holzhude 1, 21029 Hamburg
Täterschaften im öffentlichen und privaten Diskurs
Nicht erst seit der im März 2026 eröffneten Möglichkeit, online nach NSDAP-Mitgliedern in der eigenen Familie zu suchen, ist die Frage nach dem Umgang mit NS-Täter*innen unter den eigenen Vorfahr*innen ein Thema in Deutschland. Vermehrt ist das Thema Täterschaft in der eigenen Familie in Büchern, Filmen, Theaterstücken und andere Formen der Auseinandersetzung präsent und Recherche- und Gesprächsangebote für Nachkomm*innen von Tatbeteiligten gewinnen spürbar an Zulauf. Gleichwohl bleibt es in der Gesamtschau weiterhin eine Minderheit in der deutschen Gesellschaft, die sich kritisch mit dem Thema auseinandersetzt.
Auf dem Podium diskutieren Prof. Dr. Oliver von Wrochem (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte), Melanie Longerich (NS-DOK Köln) sowie die Filmemacher*innen Patricia Hector und Lothar Herzog („Das Ungesagte“, 2025) über die Entwicklungen der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit und aktuelle öffentliche Debatten zum Thema „NS-Täterschaften“, über das Schweigen in Familien sowie über unterschiedliche Annäherungen an die familiären NS-Erbschaften. Moderation: Dr. Susann Lewerenz (KZ-Gedenkstätte Neuengamme)
Um eine Anmeldung wird gebeten, sie ist aber nicht erforderlich.
Die kostenfreie Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms des 11. Forums „Zukunft der Erinnerung“ und wird in deutscher Sprache mit englischer Übersetzung durchgeführt.
Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg.