- Sonntag, 17. Mai 2026
- 13:00–16:00
- Rundgang
KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang
Queere Menschen im Nationalsozialismus
Der Machtantritt der Nationalsozialist*innen bedeutete einen tiefen Einschnitt in das Leben queerer Menschen. Innerhalb weniger Jahre wurden queere Infrastrukturen zerschlagen und queere Menschen waren zunehmend staatlichen Repressions- und Verfolgungsmaßnahmen ausgesetzt. So wurden auf Grundlage des 1935 verschärften § 175 etwa 10.000 queere Männer sowie trans* Frauen in Konzentrationslager verschleppt. Die Hälfte davon überlebte die Lager nicht. Auch queere Frauen, gender-nonkonforme und trans* Personen waren im Nationalsozialismus von verschiedenen Formen von Verfolgung und Repression betroffen.
Der Rundgang findet anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit statt und gibt Einblicke in die Lebenssituationen und Verfolgung queerer Menschen in Hamburg sowie die Haftbedingungen für queere Personen im KZ Neuengamme. Dabei werden auch Kontinuitäten der Verfolgung und Ausgrenzung nach 1945 sowie Leerstellen in der Forschung zu und im Gedenken an queere Opfer des Nationalsozialismus thematisiert.
Referierende: Ansgar Tonya Karnatz und Jona Diwiak (beide KZ-Gedenkstätte Neuengamme)
Kosten: 5,- Euro, ermäßigt: 3,- Euro
Anmerkung: Die Anmeldung dient uns als Orientierung, ist aber nicht zwingend erforderlich. Ihr könnt auch spontan vorbei kommen oder wenn ihr auf der Warteliste steht.