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  • Freitag, 20. Februar 2026
  • 14:00–19:00
  • Fortbildung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Materielle Zeugnisse: Zeichnungen und Artefakte aus Konzentrationslagern in der Vermittlungsarbeit

Alltagskulturelle und künstlerische Ausdrucksformen fanden sich in allen Konzentrationslagern, trotz der Bedingungen von Zwang und Gewalt. Die Forschung unterscheidet hierbei zwischen erlaubten, erzwungenen und verborgenen Praktiken. In den Archiven der Gedenkstätten sind heute zahlreiche Artefakte erhalten – darunter Schnitzereien, Miniaturen, selbstgefertigte Hefte mit Gedichten oder Liedtexten sowie Zeichnungen. Viele dieser Objekte werden in Ausstellungen präsentiert und finden Anwendung in der pädagogischen Vermittlungsarbeit.

Die Fortbildung stellt ausgewählte Artefakte sowie Biografien von Künstler*innen vor, die auch im KZ Neuengamme oder in dessen Außenlagern inhaftiert waren. Im gemeinsamen Austausch werden Möglichkeiten und Grenzen der Arbeit mit Bildern und Objekten in der Bildungsarbeit erörtert. Dabei wird insbesondere die Frage thematisiert, welche Erzählungen diese materiellen Zeugnisse ermöglichen – und welche sie ausblenden.

Ziel der Veranstaltung ist es, Zugänge zu einer sensiblen und reflektierten Vermittlungspraxis zu eröffnen und die eigenen Wahrnehmungs- und Sehgewohnheiten kritisch zu hinterfragen.

Die Fortbildung richtet sich an alle Interessierten.

Referierende: Dr. Christiane Heß (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte)

Die Fortbildung ist kostenfrei. Für Kuchen und Obst wird eine private Umlage von 3 Euro/Person vor Ort erhoben.

Anmeldung erforderlich

19 von 25 Plätzen frei
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