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  • Montag, 22. Januar 2024
  • 10:00–12:00
  • Zeitzeugengespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Kriegskind. Zeitzeuginnengespräch mit Marione Ingram aus den USA - fällt aus

Bitte beachten Sie: Diese Veranstaltung fällt leider aus.

Marione Ingram, 1935 als Marion Oestreicher in Hamburg geboren, und ihre Schwestern Helga und Rena wuchsen als so genannte „Halbjüdinnen“ auf. Die Herkunftsfamilie ihrer jüdischen Mutter Margarete wurde deportiert und ermordet, als Marione sechs Jahre alt war. „Ständig klebte ich an meiner Mutter und musste mich vergewissern, dass sie noch da war“, erzählte Marione Ingram später in einem Interview. Margarete und ihre Töchter waren Ausgrenzung und Diskriminierung ausgesetzt. Im Juli 1943 erhielten sie den Deportationsbefehl, doch der Feuersturm rettete sie vor der Deportation. Der Zugang zu Schutzräumen wurde Marione und ihrer Mutter allerdings verwehrt. Ungeschützt irrten sie durch die Stadt, bis sie in einem Bombenkrater Schutz fanden. 18 Monate lang bis zur Befreiung versteckte sich die Familie dann in einer Hütte in Rahlstedt, die einem kommunistischen Ehepaar gehörte. Nach der Befreiung lebte Marione Ingram eine Zeit lang im Warburg Children’s Health Home in Blankenese, in dem jüdische Jugendliche versorgt wurden, und erlebte zum ersten Mal in ihrem Leben, dass man sie mit Respekt behandelte.Mit 17 Jahren entschied sie sich, in die USA auszuwandern, wo sie heute noch lebt. 2016 erschien ihr Buch „Kriegskind. Eine jüdische Kindheit in Hamburg“ auf Deutsch.
Moderation: Karin Heddinga. Eine Kooperationsveranstaltung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit dem Friedrich-Ebert-Gymnasium.
Nachfragen und Anmeldung (bis zum 10. Januar 2024) bei Ulrike Jensen, Tel. 040 428 131 519, E-Mail: ulrike.jensen@gedenkstaetten.hamburg.de