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  • Mittwoch, 15. Oktober 2025
  • 18:30–20:30
  • Gespräch

Kölibri, Hein-Köllisch-Platz 12, 20359 Hamburg

„Kinder fragen nicht, wenn sie das Gefühl haben, es ist nicht erwünscht.“

Katharina Sämann wuchs in Worpswede bei Bremen bei ihrer Mutter und ihren Großeltern auf. Dass ihr Vater ein sowjetischer Kriegsgefangener war, wusste sie lange nicht. Die Liebesbeziehung ihrer Eltern wurde von den Nationalsozialist*innen als „verbotener Umgang mit Kriegsgefangenen“ verfolgt. Als die Beziehung bekannt wurde, wurden ihre Eltern verhaftet und ihre Mutter wurde zu einer Zuchthausstrafe verurteilt. Was mit ihrem Vater geschah, ist bis heute nicht endgültig geklärt. In ihrer Kindheit erlebte Katharina immer wieder rassistische Ausgrenzung von Mitschüler*innen und deren Eltern. Seit den 1980er Jahren versuchte sie, mehr über ihren Vater herauszufinden.

Im Gespräch erzählt Katharina Sämann von ihrem Aufwachsen in der Nachkriegszeit, ihrer Suche nach ihrem Vater und davon, welche Rolle die Familiengeschichte heute für sie spielt. Moderation: Lucy Debus (KZ-Gedenkstätte Neuengamme, „trotzdem da!“)

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Begleitprogramms der Wanderausstellung „trotzdem da! – Kinder aus verbotenen Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter*innen“, die vom 19. September bis 13. November 2025 im Foyer der Hauptausstellung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme zu sehen ist.

Anmeldung erforderlich

69 von 70 Plätzen frei
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