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  • Montag, 8. Juni 2026
  • 18:00–20:00
  • Vortrag und Gespräch

Curiohaus, Großer Saal, Rothenbaumchaussee 15, 20148 Hamburg

„Die hatten doch sicher später dauernd Albträume?“

Zwei Perspektiven auf Täterschaft im KZ Neuengamme: Fragen von Schüler*innen und die intergenera­tionelle Weitergabe eines KZ-Überlebenden und Zeugen an seinen Enkel.

In einem Impulsvortrag von Marco Kühnert wird über Fragen aus Schulklassen zum Thema „Täterschaft“ während pädago­gischer Veranstaltungen an der KZ-Gedenkstätte Neuengamme berichtet. Danach findet ein Gespräch mit Marc Schemmel statt. Er ist der Enkel von Herbert Schemmel, der als Häftling im KZ Neuengamme viele seiner Mithäftlinge retten konnte. Er war später Zeuge bei den britischen und deutschen Ermittlungs- und Gerichtsverfahren zum Tatkom­plex Neuengamme, auch im Curiohaus-Hauptprozess. Welchen Blick auf die SS hat dieser Überlebende, Zeuge und bedeutsame Aufklärer über die NS-Verbrechen inner­halb seiner Familie vermittelt? Wir fragen seinen Enkel Marc Schemmel, heute selbst Historiker und Mitglied der Hambur­gischen Bürgerschaft: Was wurde ihm wie erzählt – und wie hat dies seine Perspektive auf Täterschaft geprägt? Und was bedeutet dies heute auch für ihn als Politiker?

Die Veranstaltung der GEW ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Die Hamburger Curiohaus-Prozesse: NS-Kriegsverbrechen vor britischen Militärgerichten“, siehe Programmflyer.