Neues Buch und neuer Podcast zur dänisch-deutschen Geschichte während des Zweiten Weltkrieges
Eines neues Buch erzählt Geschichten aus Süddänemark und Norddeutschland während des Zweiten Weltkrieges
„Ich war hier. Auf den Spuren Nationalsozialistischen Terrors“ ist ein Buch, das über die dänisch-deutsche Grenze hinweg Biografien von ganz unterschiedlichen Menschen erzählt. Sie wurden während der Zeit des Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieges verfolgt, sie haben sich widersetzt haben und als Akt der Selbstbehauptung ihre Geschichten sichtbar gemacht. Diese Geschichten werden mit eigens angefertigten Zeichnungen illustriert und in allen Texten finden sich die Stimmen der Portraitierten – sei es aus Briefen, Tagebüchern oder Zeitzeugenberichten.
Das Besondere: Das Buch ist auch ein Sammelalbum. Für jede Geschichte gibt es ein Sammelobjekt, das man nur am Ort der Geschichte bekommt. Denn dieses Buch ist von sieben Museen und Gedenkstätten in Süddänemark und Norddeutschland gemeinsam im Projekt hope&despair entwickelt worden und auch nur an den Orten erhältlich. So ergibt sich nach dem Besuch aller Museen und Gedenkstätten ein vollständiges Buch und ein geschärfter Blick auf die vernetzte Geschichte der historischen Orte.
Der neue Podcast „Hope&Despair“ berichtet von vier historischen Orten in Norddeutschland und stimmt auf den Besuch ein
Erstellt von Studierenden der HAW Kiel nimmt der Podcast Interviews mit Mitarbeitenden zur Grundlage, um die Orte vorzustellen. In der Folge zur KZ-Gedenkstätte Neuengamme berichtet die Archivarin Franciska Thiele vom Schicksal der Familie Hansen. Der Vater sowie beide Söhne waren im KZ Neuengamme inhaftiert, nur einer der Söhne überlebte. Erhalten sind Briefe der Mutter, die sie ins KZ schickte. Heute sind diese Briefe im Archiv der Gedenkstätte verwahrt. Außerdem verrät Franciska Thiele welchen Ort man beim Besuch der Gedenkstätte auf keinen Fall auslassen sollte und Clara Mansfeld, zuständig für das Projekt „Hope&Despair“ spricht darüber, ob es beim Besuch der Gedenkstätte eigentlich Verhaltensregeln gibt. Besonders geeignet ist das neue Podcast-Angebot auch, um es während der Fahrt zur Gedenkstätte anzuhören. Abrufbar über alle gängigen Plattformen. In den anderen Folgen geht es um die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund, die KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing und das Jüdisches Museum Rendsburg. Link zu Spotify
Das Projekt Hope&Despair
Entstanden sind sowohl das Buch, als auch der Podcast sind im Rahmen des EU-geförderte Interreg-Projekt Hope & Despair. Es verfolgt das Anliegen, die gemeinsame Geschichte der Großregion Norddeutschland - Südjütland ins Blickfeld zu rücken. Teil des Projektes sind neben vier Hochschulen und drei Tourismusagenturen die Museen und Gedenkstätten Museum Kolding, Frøslevlejrens Museum, Mark | Museum for a new danish history, KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund, KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing, Jüdisches Museum Rendsburg und die KZ-Gedenkstätte Neuengamme. An allen Orten sind das „Ich bin hier“-Buch sowie die jeweiligen Sammelobjekte nun erhältlich.