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14.03.2024

Temporäre Installation: „...ohne jede Hoffnung auf Rückkehr“. Hamburger Sammelorte der Deportationen

links ein historisches Foto in schwarz-weiß mit Gebäuden und Straßen, links ein Park mit einem Mahnmal, Häuser im Hintergrund
Links: Logenhaus an der Moorweidenstraße, um 1930. Rechts: „Platz der jüdischen Deportierten“ mit dem Logenhaus an der Moorweidenstraße im Hintergrund, 2024.

Ab dem 27. April 2024 wird die neue Fotoinstallation in der „Fuge“ am denk.mal Hannoverscher Bahnhof zu sehen sein.

Der Gedenkort „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ erinnert an mehr als 8000 Jüdinnen und Juden, Sintize und Sinti sowie Romnja und Roma aus Hamburg und Norddeutschland, die zwischen 1940 und 1945 vom Hannoverschen Bahnhof deportiert wurden.

Das Deportationsgeschehen war mit vielen Orten im Hamburger Stadtraum und in anderen Städten in Norddeutschland verknüpft. Die Verhaftungen, Menschenansammlungen vor den Sammelorten und die Verbringung in Mannschaftswagen zum Hannoverschen Bahnhof wurden von zahlreichen Menschen in ganz Norddeutschland beobachtet. Die Betroffenen wurden vor den Deportationen von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) oder der Kriminalpolizei zu Sammelstellen befohlen oder unter Zwang dorthin gebracht. Die Stunden oder auch Tage an diesen Orten bedeuteten für die meisten den Beginn eines Leidensweges durch Ghettos und Lager. Eine Vielzahl von ihnen wurde ermordet.

Sammelorte im Stadtraum

An den heutigen Orten der Sammelstellen ist der Umgang mit den historischen Ereignissen unterschiedlich. Die Fotoinstallation „...ohne jede Hoffnung auf Rückkehr“ möchte auf eine Auswahl der damaligen Sammelorte und heute Erinnerungszeichen im Hamburger Stadtgebiet aufmerksam machen und damit an die Deportationen erinnern.     

Die Fotoinstallation stellt historische Fotos der Sammelorte aus Hamburger Archiven und aktuelle Fotos, die der Fotograf Miguel Ferraz Araújo aus ähnlichen Perspektiven aufgenommen hat, einander gegenüber. Der Titel „...ohne jede Hoffnung auf Rückkehr“ ist einem Erinnerungsbericht von Alice Kruse entlehnt, die sich in der ehemaligen Talmud-Tora-Schule einfinden musste und am 14. Februar 1945 ins Ghetto Theresienstadt deportiert wurde.

Die Fotoinstallation wird am 27. April 2024 ab 19 Uhr im Rahmen der Langen Nacht der Museen präsentiert und danach für drei Monate in der „Fuge“ zu sehen sein.