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10.12.2025

Neue Kooperation mit dem Kulturförderprogramm INTRO

Die acht von INTRO geförderten Künstler*innen

Das Projekt „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ freut sich über eine Kooperation mit dem Kulturförderprogramm INTRO der Behörde für Kultur und Medien in Hamburg

INTRO ist ein Kulturförderungsprogramm der Behörde für Kultur und Medien der Stadt Hamburg. Das Programm unterstützt internationale Künstler*innen eigene Arbeiten in Kooperation mit Hamburger Kultureinrichtungen umzusetzen. Ergänzend bietet das Programm für die Teilnehmenden ein umfangreiches Weiterbildungsprogramm.

Die Kooperation des „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ und INTRO fördert ein Filmprojekt von Mila Klintsova, das sich mit den nationalsozialistischen Deportationen aus dem Deutschen Reich in das Ghetto Minsk im Jahr 1941 befasst. Allein aus Hamburg deportierten Angehörige der Hamburger Gestapo über 1.950 Jüdinnen und Juden in zwei Transporten in das Minsker Ghetto. Mila Klintsova untersucht in ihrem Film die Abläufe der Deportationen in verschiedenen deutschen Städten und fragt nach dem Schicksal der Menschen nach ihrer Ankunft in der deutsch besetzten weißrussischen Hauptstadt.

Wie in den vergangenen Jahren wird es auch 2026 eine temporäre Intervention am Gedenkort „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ geben, die thematisch an das Filmprojekt von Mila Klintsova anknüpft. Die Kooperation zwischen dem Projekt „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ und dem Programm INTRO läuft bis Ende Juli 2026.

Das „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ ist ein Projekt der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen. Wo sich heute der Lohsepark (HafenCity) erstreckt, befand sich früher der Hannoversche Bahnhof. Zwischen 1940 und 1945 war er der zentrale Ausgangspunkt der nationalsozialistischen Deportationen aus Hamburg und Norddeutschland. Über 8.000 Jüdinnen und Juden, Sinti*ze und Rom*nja wurden von hier in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt. Nur wenige von ihnen überlebten. Das „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ widmet sich ihrer Erinnerung. Es umfasst den Gedenkort und den Info-Pavillon im Lohsepark sowie das „denk.mal Fruchtschuppen C“ im Überseequartier. Perspektivisch entsteht zusätzlich ein Dokumentationszentrum, das die Deportationen in ihre historischen Zusammenhänge einordnet und ihre Auswirkungen bis in die Gegenwart beleuchtet.