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19.05.2026

Ausstellung SPORT. MASSE. MACHT. Fußball im Nationalsozialismus

Ausstellung Sport. Masse. Macht. Fußball im Nationalsozialismus

Die Ausstellung lädt dazu ein, sich kritisch mit der Geschichte des Fußballs auseinanderzusetzen und ihre Bedeutung für die Gegenwart zu reflektieren.

Fußball ist mehr als ein Spiel: Er ist Teil der Gesellschaft, spiegelt Machtverhältnisse wider und kann sowohl verbinden als auch ausgrenzen. Die Ausstellung macht sichtbar, wie eng Sport und Politik im Nationalsozialismus miteinander verflochten waren – und stellt die Frage, was wir daraus für den heutigen Sport lernen können. Ziel ist es, die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit des Sports in Vereine, Bildungseinrichtungen und die Öffentlichkeit zu tragen.

Ausstellung im Kultur Kontor Hamburg

Kurz vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft eröffnet die Ausstellung am 9. Juni 2026 in Hamburg und wird bis zum 5. August 2026 im Kultur Kontor Hamburg gezeigt. Gerade im Umfeld eines internationalen Fußballgroßereignisses regt sie dazu an, nicht nur den Sport zu feiern, sondern auch seine Geschichte kritisch zu betrachten. Die Präsentation in Hamburg erfolgt in Kooperation mit der Stiftung Historische Museen Hamburg und der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte sowie dem World Jewish Congress. Sie wird gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien.

Öffnungszeiten:

Montag 10 – 17 Uhr
Dienstag geschlossen
Mittwoch bis Freitag 10 – 17 Uhr
Samstag bis Sonntag 10 – 18 Uhr

Was zeigt die Ausstellung?

Die Ausstellung erinnert an Vereine, die von den Nationalsozialisten verboten wurden, sowie an jüdische Sportler*innen, die verfolgt, entrechtet und ermordet wurden. Die in der Ausstellung gezeigten Trikots stehen für diese ausgelöschten Vereine und für die Lücken, die Gewalt und Verfolgung in der Sportgeschichte hinterlassen haben.

Gleichzeitig wirft die Ausstellung einen Blick auf kaum bekannte, aber eindrückliche Aspekte der NS-Geschichte: Fußballspiele in Konzentrationslagern. Einerseits zwang die SS die Gefangenen als Bestrafung und zur Demütigung zu Sportübungen. Andererseits konnte Sport und besonders Fußball auch als Ablenkung für die Häftlinge dienen und als Moment der inneren Selbstermächtigung wirken.

Schlaglichter zeigen, wie widersprüchlich Sport sein kann und wie er unter extremen Bedingungen Teil von Macht, Kontrolle und Überleben wurde. Anhand einzelner Biografien macht die Ausstellung Geschichte greifbar.

Begleitend zur Ausstellung werden Führungen durch die Ausstellung angeboten. Sie richten sich an alle Gruppen – insbesondere an Sportvereine, Jugendmannschaften und Schulklassen. Zusätzlich gibt es begleitende Veranstaltungen im Stadtraum und in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme:

8. Juli 2026: Stadtrundgang "Verfolgungsgeschichten im Nationalsozialismus am Beispiel des HSV" Info und Anmeldung
9. Juli 2025: Stadtrundgang "Vom Stadthaus zum Millerntor" Info und Anmeldung
11. Juli 2026: Rundgang "Fußball im Konzentrationslager". Info und Anmeldung

Weitere Infos unter www.sportmassemacht.de

SPORT. MASSE. MACHT ist ein Kooperationsprojekt der what matters gGmbH und des Sportmuseums Berlin. Anlässlich der EURO 2024 in Berlin wurde die Ausstellung erstmals einem breiten Publikum präsentiert. Dank der Förderung durch die Alfred Landecker Foundation wird die Ausstellung nun als Wanderausstellung in ganz Deutschland gezeigt.

Ausstellung Sport. Masse. Macht. Fußball im Nationalsozialismus