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28.03.2024

Info-Pavillon am „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ ab 1. April wieder geöffnet

Container mit historischen Bildern bedruckt, und mit einer Rampe, im Hintergrund Bäume, Park und Häuser.
Info-Pavillion des denk.mal Hannoverscher Bahnhof am Lohseplatz

Ab Montag, den 1. April 2024 hat der Info-Pavillon auf dem Lohseplatz am Gedenkort „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ wieder täglich geöffnet.

Wo sich heute der Lohsepark in der HafenCity erstreckt, befand sich früher der Hannoversche Bahnhof. Zwischen 1940 und 1945 war er der zentrale Ausgangspunkt für Deportationen aus Hamburg und Norddeutschland. Über 8.000 Jüdinnen und Juden, Sintize und Sinti sowie Romnja und Roma wurden in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt. Nur wenige überlebten.

Seit 2017 erinnert ein Gedenkort mit 20 Tafeln, auf denen die Namen der Deportierten verewigt sind, an die nationalsozialistischen Deportationen. Zurzeit entwickelt ein Projektteam der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte ein Dokumentationszentrum, das die Deportationen in übergreifende historische Zusammenhänge einordnet und nach ihren Auswirkungen bis in unsere Gegenwart fragt.

Bis zur Eröffnung des Dokumentationszentrums informiert auf dem Lohseplatz ein Info-Pavillon mit einer Ausstellung über die Deportationen, die Geschichte des Ortes und die Entwicklung der öffentlichen Erinnerung seit den 2000er-Jahren.

Der Gedenkort und Info-Pavillon sind barrierefrei mit dem Rollstuhl zugänglich. Der Eintritt ist frei. Im Zeitraum von April bis Oktober finden am letzten Mittwoch jeden Monats um 18 Uhr öffentliche Führungen statt. Schulklassen und andere Gruppen können einen Rundgang jederzeit kostenpflichtig online oder telefonisch buchen: Museumsdienst Hamburg, Telefon: 040 428 131 0. 

Öffnungszeiten:

April–Oktober, Montag–Sonntag, 12.00–18.00 Uhr

Adresse: Lohseplatz, nördlicher Lohsepark in der HafenCity, 20457 Hamburg

Ab dem 27. April 2024 wird in der „Fuge“ am denk.mal Hannoverscher Bahnhof die temporäre Fotoinstallation „Ohne jede Hoffnung auf Rückkehr“. Hamburger Sammelorte der Deportationen zu sehen sein.